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Biathleten nehmen neue Ziele ins Visier
BiathlonGoslarsche Zeitung vom 27.04.2018 Bericht von Björn Gabel
Biathleten nehmen neue Ziele ins Visier
Sieben Kaderplätze für den Niedersächsischen Skiverband – Auf Sonnenberg soll bald wieder geschossen werden


Genug gefeiert, jetzt wird gearbeitet: Die Biathleten des Niedersächsischen Skiverbandes (NSV) steigen in diesen Tagen wieder in das Training ein und nehmen neue Ziele ins Visier. Sieben Athleten kommen dabei erneut in den Genuss einer besonderen Förderung, sprich eines Kaderplatzes. Damit verliert der NSV gegenüber dem vergangenen Winter einen Platz, aber das stört Verbandstrainer Rico Uhlig nicht. „Wir sind wieder gut dabei“, sagt er. „Die Leistungsträger haben ihre Leistung bestätigt und die Talente eine Weiterentwicklung vollzogen.“
Der Deutsche Skiverband (DSV) hat den verschiedenen Kadern neue Namen gegeben. Zum Olympiakader (bisher A-Kader) gehören weiterhin Franziska Hildebrand und Arnd Peiffer, während Karolin Horchler im Perspektivkader (bisher B-Kader) bleibt. Stephanie Jesse hat ihren Platz im Ergänzungskader (BII-Kader) ebenso behalten wie Danilo Riethmüller im Nachwuchskader I (C-Kader). Dazu kommen Merle Leuner und Hans Köllner im Nachwuchskader II.

Duo zur Bundespolizei

Bis auf Leuner, die dem SC Buntenbock angehört, kommen alle Kaderathleten vom WSV Clausthal-Zellerfeld. Bisher handelt es sich nur um Vorschläge, die im Regelfall aber durchgewunken werden. Riethmüller und Köllner gehen zudem den Weg, den unter anderem Arnd Peiffer gegangen ist. Beide beginnen eine Ausbildung bei der Bundespolizei, die sie beruflich absichert.
Aus der Förderung gefallen ist Rika Böttcher vom SC Buntenbock. Sie studiert inzwischen an der TU Clausthal, will aber weiter Leistungssport betreiben. Da es bei den Juniorinnen einen größeren Umbruch gibt, sieht Uhlig Chancen für seinen Schützling. „Klar muss da eine Leistungssteigerung kommen, aber Rika hatte im vergangenen Winter auch viel Pech.“ Generell hätten die Nachwuchsleute aus den diesmal erschwerten Bedingungen das Beste gemacht, sagt Uhlig. Er erinnert daran, dass im vergangenen Winter das Schießtraining im Landesleistungszentrum Sonnenberg untersagt war, da die Anlage aufgrund von Sicherheitsbedenken gesperrt war. „Von daher sind wir sehr gut weggekommen“, sagt der Verbandstrainer.
Für den Sonnenberg bahnt sich zeitnah eine Lösung an, wie die publikumswirksame Übergabe des Förderbescheides in Höhe von 252.000 Euro durch den Landessportbund beim Empfang für die Olympiastarter in Clausthal-Zellerfeld zeigte. Uhlig hofft, dass die maroden Hochblenden bis zum Herbst ersetzt werden können und dann wieder ein kompletter Trainingsbetrieb möglich ist. Biathlon-Veranstaltungen im Harz wird es jedoch frühestens wieder in der Saison 2019/20 geben. Unter anderem ist Clausthal-Zellerfeld 2019 als Austragungsort für die Herbst-Leistungsüberprüfung vorgesehen. Und irgendwann wäre auf Sonnenberg wieder ein Deutschlandpokal oder gar eine deutsche Jugendmeisterschaft fällig.
Das aber ist Zukunftsmusik. Zunächst, so hofft Uhlig, werden die sich nun schon länger hinziehenden Bauarbeiten im Ski-Internat beendet. Zudem hoffen die Harzer, dass sie bei einem neu aufgelegten Programm des DSV zum Zuge kommen. Er bietet in Kooperation mit mehreren Hochschulen einen Studiengang zur Trainerausbildung an, der einen hohen Praxisanteil aufweist. Eine Kandidatin gibt es bereits, die sich im Harz eine solche Ausbildung vorstellen könnte. Jetzt müssen nur noch die Fördermittel freigegeben werden.


Top-Talent Danilo Riethmüller gehört im kommenden Winter weiter dem Nachwuchskader an. Der 18-Jährige beginnt jetzt auch eine Ausbildung bei der Bundespolizei in Bad Endorf. Foto: Deubert

„Die Leistungsträger haben ihre Leistung bestätigt und die Talente eine Weiterentwicklung vollzogen.“
Verbandstrainer Rico Uhlig
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